Am Sonntag 17. Mai 2026 gehts los für drei Wochen bis zum Samstag 6. Juni 2026. Wir haben ein Team "Streuobst Rödermark" angemeldet und wollen für die Zukunft von Streuobst in Rödermark kräftig in die Pedale treten. Wer schließt sich uns an?
Mach mit beim STADTRADELN! Tritt 21 Tage mit deinem Team für Deine Kommune in die Pedale und fördere gemeinsam Radverkehr, Klimaschutz und Lebensqualität. Jeder Kilometer zählt – sei dabei und mach den Unterschied!
Wir, die gemeinnützige Streuobstgesellschaft Rödermark, erhalten Streuobstwiesen durch dauerhafte und nachhaltige Nutzung. Wir pflegen und pflanzen hoch-stämmige Obstbäume alter, bevorzugt regionaler, Sorten. Wir laden alle Bürger ein, mit uns vor Ort, Streuobst aktiv zu erleben, uns zu unterstützen und mehr über Streuobst zu erfahren.
Wir haben die Vision ein zusammenhängendes Netzwerk von Streuobstwiesen als Streuobstparadies mit einem Streuobst-Lehrpfad und einer Gemeinschaft von Streuobst-Aktiven in Rödermark zu entwickeln, das Teil der Apfelwein & Obstwiesen Route in Hessen ist.
Wir wollen die zwei-schürige Mahd mit Altgrasstreifen und Abräumen des Mähguts wieder einführen und großflächig durchführen. Dadurch entstehen Blühwiesen mit einer Vielfalt an Insekten und somit die Voraussetzung für alle weiteren Tiere und Pflanzen.
Mit der Obsternte bekommen die Obstbäumen ihren ursprünglichen Sinn und Nutzen zurück. Ein solch gesundes Lebensmittel aber nur zu Saft und Apfelwein zu verarbeiten wäre eine Verschwendung. Die schmackhaften und gesunden Früchte schöpfen erst als Tafelobst, auf dem Kuchen und in vielen weiteren Verarbeitungsformen ihr ganzes Potential aus. Auch der Apfelallergie, die durch moderne Apfelsorten in den Supermärkten aufgekommen ist, wirken Alte Sorten entgegen.
Erst wenn wir dauerhaft die Pflege sicherstellen, kann die Streuobstwiese wieder effektiv ihr Potential für die Biodiversität ausschöpfen. Hierzu ist die Wiederherstellung von wertschöpfenden Kreisläufen notwendig. Z.B. das Mahdgut als Heu nicht als Abfall zu entsorgen zu müssen, sondern wieder als Futterheu für Pferde und Haustiere anbieten zu können.
Wir arbeiten gemeinsam, draußen in der Natur.
Wir bieten ehrenamtliches Engagement als z.B. Streuobstwiesen-Helfer/in.
Wir erhalten dauerhaft und fachgerecht Streuobstwiesen in unserem direkten Umfeld - in Rödermark.
Wir informieren zu Streuobst als Nahrungsmittel und zur Streuobstkultur.
Wir zeigen die vielfältige Verwendung und fördern so eine gesunde und schmackhafte Ernährung.
Jeder bringt sich ein, wie und wieviel er kann und möchte, ob jung oder alt, ob Experte oder Neuling.
Streuobstwiesen prägen mit ihren Blühwiesen, Hecken und großwüchsigen Obstbäumen, die locker verstreut auf Wiesen stehen, seit Jahrhunderten unsere Landschaft und spielen eine herausragende Rolle für die Artenvielfalt. Als von Menschen geschaffene Kulturlandschaften bleiben sie nur durch kontinuierliche Pflege und Bewirtschaftung erhalten. Im Vergleich zu vielen Obstplantagen stehen dabei aber nicht maximale Erträge, sondern der Anbau von Lebensmitteln mit und mitten in der Natur im Vordergrund. Dadurch ist jede der Streuobstwiesen auch ein Zuhause für bis zu 5.000 verschiedene heimische Tiere und Pflanzen, darunter viele selten gewordene oder bedrohte Arten.
Obwohl in Rödermark, wie in ganz Hessen, Streuobstwiesen fester Teil der Kulturlandschaft sind, hat Zustand und Zahl der Obstbäume stark nachgelassen.
Die Streuobstwiesen fügen sich aus kleinteiligen Flurstücken zusammen und gehören oft komplexen Erbengemeinschaften. Die Eigentümer lassen die Wiesen aus verschiedenen Gründen verwildern. Es gibt eine Reihe von Streuobst-Interessierten ohne Zugang zu Grundstücken. Es fehlt an Wissen und an geeigneten Maschinen, für die Mahd, für die Bewässerung, zum Baumschnitt und zur Verarbeitung. Ein kostendeckende Bewirtschaftung ist so heute nicht möglich. Dieser Kontext zwingt alle, die etwas machen wollen, zu Kompromissen in der Bearbeitung, die die Arbeit dann zusätzlich erschwert und somit einer dauerhaften Pflege entgegenwirkt. Alle haben nach wenigen Jahren immer wieder aufgehört.
Streuobstwiesen sind als immaterielles nationales UNESCO Weltkulturerbe anerkannt, durch Bundes- und Landesnaturschutzgesetze geschützt und als bedrohtes Biotop in der Roten Liste geführt. Dieser Schutz und die Listung als Biotop erkennt die besonders große Wirkung für die Biodiversität an. Die natürliche Speicherung von CO2, lokale Luftkühlung im Sommer, Wasser- und Luftsauberkeit sind weitere natürliche Effekte.
Jeder kennt den berühmten Äppler/Apfelwein oder den frischen Süßen bevor‘s alkoholisch wird. Die Apfelweinkultur ist seit 2022 sogar Teil des nationalen UNESCO Weltkulturerbes.
Streuobst ist auch bestes Tafel- und Backobst: Ungespritzt und regional, dabei gesund für Alle. Viele Apfel-Allergiker vertragen die alten Sorten vom Hochstamm.
Einzigartige Vielfalt an Geschmack, Reifezeitpunkt und Haltbarkeit.
UND NICHT NUR ÄPFEL:
Birnen / Quitten / Zwetschen / Pflaumen / Kirschen.
Auch wenn Sie mal anders aussehen als gewohnt.
Streuobstwiesen sind für uns: