Jahres-Rückblick 2025

Nachfolgend möchten wir die Meilensteine unserer Organisation und unserer Arbeit im Jahresverlauf 2025 darstellen. 


Wiederherstellung der Wiese an der Bulau abgeschlossen

Das Jahr 2025 hat angefangen, wie es 2024 geendet hat. Wir haben noch an der Wiederherstellung der Wiese an der Bulau gearbeitet. Diese wird auch als die "Wallstatt-Wiese" bezeichnet.

Es wurden alle Baumscheiben von Aufwuchs wie Brombeere befreit, dann mit einer dicken Schicht Kompost belegt und anschl. mit dem von uns gehäckselten Gehölzschnitt dick bedeckt. Eine Baumscheibe ist der Bereich um den Stamm von ca. 1,5 m Durchmesser.

Parallel hat unsere Baumwärtin Ruth mit Unterstützung von Diane oder Robert die Obstbäume geschnitten.


Evolution einer Wiese

Anhand eines Baumes auf der Wiese an der Bulau ("Wallstatt-Wiese") können wir zeigen, wie sich Bäume und Wiese über die Zeit entwickelt haben, nachdem wir diese im Januar 2024 pachten konnten.

 


1. InfoAbend am 30. April 2025 (Halle Urberach)

Nachdem wir die Wiederherstellung von zwei Wiesen mit ca. 5.000 qm abschgeschlossen hatten, wollten wir nun mit Eigentümern ins Gespräch kommen und herausfinden, wie wir weitere Flurstücke als Streuobstwiese nutzen können. Desweiteren wollten wir mit unserer "Initiative Streuobst Rödermark" an eine breitere Öffentlichkeit gehen.

Mit dem Gastvortrag von Dr. Rüdiger Werner, Vorsitzender des NABU Rödermark, erfolgte die Stabübergabe beim Thema Streuobst in Rödermark an die Initiative Streuobst Rödermark.

Unserer Einladung sind 41 Teilnehmer gefolgt. Davon waren mehr als 35 Eigentümer, die gekommen waren, um sich zu informieren und mit uns individuell über die Nutzung Ihrer Flurstücke als Streuobstwiese zu sprechen. Insgesamt war das ein großer Erfolg. Im Nachgang der Veranstaltung konnten bis Ende 2025 für insgesamt elf Flurstücke mit ca. 25.000 qm Pachtverträge abgeschlossen werden.


Eigene Ausrüstung

Im Juni stand auf einer Fläche von ca. 15.000 qm die erste Mahd an. Zu diesem Zweck haben wir erste eigene Maschinen und weitere Arbeitsmittel angeschafft.

Oberste Priorität hatten ein PKW-Anhänger und ein gebrauchter Balkenmäher.



Mahd im Juni/Juli

Auf diesen ca. 15.000 qm haben wir die erste Mahd für 2025 im Juni und Juli durchgeführt. Hier war unser eigener Balkenmäher erfolgreich im Einsatz.

Es ging so schnell, dass wir mit dem Heurechen und dem Abtransport fast nicht hinterherkamen. Das Heurechen erfolgte komplett manuell mit Holzrechen. Das Jahr 2025 war ein Wiesenheu-Jahr. 

Wir haben viel gelernt, wie gemäht wird, dass manuelles Heurechen auf Dauer keine Lösung ist und dass wir eine Verwertung des Heus finden wollen.



Die gemeinnützige Organisation wird gegründet

Am 9. Juli 2025 war es soweit und alle Rahmenbedingungen erfüllt, so dass wir die gemeinnützige Organisation gründen konnten: Die "Streuobst Rödermark gGmbH" war somit geboren.

Das gGmbH steht für "gemeinnützige GmbH".

Rechts seht Ihr unsere Logos, mit denen wir als Streuobst Rödermark gGmbH auftreten.

Am 17.10.2026 erhielten wir die Anerkennung unserer Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt Offenbach. Das erlaubt uns offiziell Spenden anzunehmen und für diese Spendenbescheinigungen auszustellen, die bei der Steuererklärung anerkannt werden. Die offizielle Bezeichnung ist Zuwendungsbescheinigung, landläufig Spendenbescheinigung genannt.

Im Oktober haben wir dann noch unsere Webseite gestartet. Ihr könnt uns seitdem unter www.streuobst-roedermark.de im Internet erreichen.



Zeitungsbericht "Kelterer zwischen Fülle und Mangel"

Ende August erreichte Robert Kistermann ein Anruf von der Redakteurin der Offenbach Post, Frau Christine Ziesecke, mit dem Wunsch uns für einen Zeitungsartikel zu interviewen und Fotos zu machen. Diese positive Resonanz auf unsere bisherige Arbeit hat uns sehr gefreut und wir sind der Anfrage mit großer Freude nachgekommen. Neben Alfons Weckesser aus Urberach und Stefan Hornung aus Ober-Roden genannt zu werden, ist für Streuobst Rödermark ein sehr großer Erfolg.

Der Zeitungsartikel von Christine Ziesecke "Kelterer zwischen Fülle und Mangel" wurde am 10.09.2025 in der Offenbach Post veröffentlicht. Ferner erschien er auch am 16.09.2025 in der Frankfurter Rundschau und am 20.09.2025 in der Stadtpost Rödermark (Nr. 38/2025). 


Ernte

Am 5. September 2025 startete bei uns die Ernte.

Durch die erweiterten Pachtflächen haben wir ca. 25  Bäume im Ertrag zusätzlich hinzu-bekommen. Weiter konnten wir verwaiste Obstbäume beernten, da wir mittlerweile viele der Eigentümer kennen.

Ziel war es, wie bereit im Jahr 2024, die Ernte auf jeden Fall zur Kelterei zu bringen. Damit sollte sichergestellt werden, dass man sieht, dass die Obstbäume beerntet werden.

Die Ernte ist nebenbei auch eine Maßnahme zur Wiesenhygiene, die den Schädlingdruck am Baum verringert, da faule und von Insekten beschädigte Früchte auf die Seite geschafft werden. Das zahlt sich direkt aus durch eine qualitativere Ernte im Folgejahr. Ähnliche Ziele verfolgt auch der Obstbaumschnitt.

 

Wie groß war unsere Ernte?

In unserem ersten Erntejahr 2024 erzielten wir 410 kg. Im Jahr 2025 konnten wir bereits 2.824 kg ernten. Das lag sicherlich an dem besonders guten Apfeljahr, aber vor allem an den zahlreichen zusätzlichen Obstbäumen, die wir in 2025 beerntet haben.

 



Erntemengen Quiz

Der Anhänger war dringend erforderlich, damit wir die zahlreichen Säcke voller Äpfel und Birnen abtransportieren konnten. Nachdem ich selbst angefangen hatte zu schätzen, wieviel auf dem Anhänger ist, haben wir auf unserer WhatsApp Gruppe ein Quiz gestartet und alle haben geraten, wieviel es ist. Die Runden haben wir dreimal durchgeführt und jedesmal eine Gewinnerin bzw. Gewinner gekürt.

Gewinner der Runde 1:

  • Elke Müller

Gewinner der Runde 2:

  • Axel Kratz

und

 

Gewinner der Runde 3:

  • Olaf Läpple


Tafelobst

In 2025 konnten wir mit den neuen Pachtflächen auch ca. 25 Bäume übernehmen, die im Ertrag stehen. Wir haben für alle tragenden Bäume eine Sortenbestimmung durch einen sehr erfahrenen Pomologen vorgenehmen lassen. Dadurch konnten wir die Bäume identifzieren, die als Tafelobst relevant sind.

Um das Interesse und den Appetit auf Tafelobst zu wecken, haben wir Stiegen mit verschiedenen Äpfel- und Birnensorten aus "bunte Kiste" zusammengestellt, mit Sortenlisten samt kurzer Beschreibung versehen und mehreren Personen zum Probieren gegeben.



Spenden

Seit Oktober 2025 ist die Streuobst Rödermark gGmbH als gemeinnützig anerkannt.  Wir hatten es bisher noch nicht übermäßig publik gemacht. Es fehlte noch an den entsprechenden digitalen Kanälen, die wir zum Spenden anbieten wollten.

Trotzdem sind wir bereits in 2025 Spenden >1.000 € bedacht worden. Es freut uns besonders, dass unsere Arbeit auch in dieser Form wertgeschätzt wird. Vielen Dank!



Unsere MitMacher - DANKE !

Ohne unsere fleißigen ehrenamtlichen MitMacherInnen, wäre all diese Arbeit und damit die Erfolge nicht möglich.

 

An dieser Stelle allen MitMachern, die (auch) in 2025 uns in verschiedenster Weise unterstützt haben, ein großes, sehr großes und herzliches DANKE !

 

An dieser Stelle würden wir gerne die zahlreichen Fotos zeigen, die wir bei den vielen Arbeitseinsätzen, Veranstaltungen und sonstigen Anlassen mit/von uns MitMachern gemacht haben. Aber wir haben noch nicht von allen die notwendigen Zustimmung zur Veröffentlichung im Internet eingeholt. An dieser Stelle ist uns die Privatsphäre und das Recht am eigenen Bild sehr wichtig. Wir arbeiten daran, einige Bilder auch mit unseren MitMacherInnen zeigen zu können und werden alle Widersprüche natürlich berücksichtigen.


... und der Bericht für das Jahr 2025 endet hier.